Die Kunsthalle in Dresden – immer eine Reise wert

Eine der wohl imposantesten und traditionsreichsten Kunsthallen in Deutschland ist die Kunsthalle im Dresdener Lipsiusbau. Mitten im Stadtzentrum Dresdens, zwischen Frauenkirche und Brühlschen Terrassen, ist sie schon einige Jahrhunderte lang ein markanter Teil der Dresdener Skyline. Es ist jenes Gebäude, dessen Kuppel wie ein Plissee gefaltet ist und das deshalb von den Dresdnern liebevoll „Zitronenpresse“ genannt wird.
Ihr Schöpfer Constantin Lipsius war in den ersten Jahren auch der Leiter dieser Kunsthalle und beherbergte in ihr die Kunstakademie Sachsens. In ihrem Rahmen fanden hier viele aufsehenerregende Ausstellungen statt, wie 1905 die ersten Präsentationen der expressionistischen Künstlergruppe „Die Brücke“ und vieler anderer neu geschaffener Kunststile wie das Bauhaus, der Surrealismus und andere abstrakte Malerei-Stile. Auch heute noch haben die Werke und Kunstgegenstände eine Starhlkraft, die weit über Dresden hinausreicht.
Wie viele andere bedeutende Bauwerke und Hotels in Dresden Zentrum entging auch die Dresdener Kunsthalle nicht den Bomben der Alliierten. Bei ihrem Wiederaufbau ließ man die Spuren der Zerstörung aber bewusst sichtbar. An den verschiedenen Zeitschichten und Gebäudeabschnitten dieses imposanten Bauwerks kann man also die Geschichte der Stadt wunderbar nachvollziehen. Damit wird deutlich gemacht, dass auch Kunst nicht unverletzlich oder wirklichkeitsfremd ist, sondern dazu dient, die Träume und Gefühle der Menschen auszudrücken. Heute ist die Kunsthalle mit der Plisseekuppel ein Ort, an dem man sich besonders mit der Kunst im Alltag, also zeitgenössischer sowie angewandter Kunst auseinander setzen kann. Doch immer wieder finden hier auch Sonderausstellungen über die Künstler der Renaissance, des Barock oder der Aufklärung statt. Auch Ausstellungen zu den Kunstschätzen anderer Länder und Kulturen sind im nächsten Jahr wieder geplant.

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