Kunsthallen müssen als Wechselausstellungshäuser eine größere Variabilität in Sachen Architektur und Lichtgestaltung aufweisen als Museen mit ständigen Ausstellungsstücken. Ihre Räume werden oftmals umgestaltet, um das richtige Ambiente zur Präsentation ihrer Kunstwerke zu schaffen. Neben beweglichen Wänden und Beleuchtungsanlagen wird die Atmosphäre im Raum auch durch das Spiel mit dem Tageslicht verändert, wofür vor allem große textil Gestaltungselemente zum Fundus von Kunsthallen gehören müssen.
Mit einem Sonnensegel unter der Dachverglasung einer Kunsthalle wird nicht einfach nur das Tageslicht gefiltert oder das Sonnenlicht gedämmt – es wird auch Bewegung in den Raum gebracht und neue Blickwinkel geschaffen. Die Veränderung der Architektur und des Lichts durch textile Elemente im Raum hat also nicht nur funktionellen Charakter, sondern ist als Rahmen einer Kunstausstellung auch Teil einer solchen.
Sonnensegel – ursprünglich für den Sonnenschutz entwickelt – gewinnen in der modernen Architektur eine immer wichtigere Rolle. Sie werden vor allem zur Überdachung großer Gebäude verwendet, wodurch diese ein offenes und luftiges Aussehen erhalten. Ganz gleich, ob Ausstellungshallen, Flughafengebäude, Bahnhöfe oder Freizeitcenter – überall findet man Sonnensegel im Innen- und Außenbereich als Sonnenschutz und Lichtgestalter und zugleich als dekorative Elemente in der Architektur.
Eine weitere Variante, um eine Raum optisch zu verändern, ist ein Flächenvorhang, der mit verschiedenen beweglichen Stoffbahnen ausgestattet werden kann. Ob am Fenster oder mitten im Raum – man kann damit interessante Lichtverhältnisse, neue Strukturen und Perspektiven schaffen. Oftmals werden diese Flächengardinen selbst zum Kunstobjekt, denn als großflächige verschiebbare Leinwände sind die eine optimale Basis für kreatives Schaffen und Gestalten.